Feldnotiz mit recherchierter Einordnung. Game Access, Brno, Mai 2026.
Brno, Ende Mai, zweiter Tag der Game Access. Auf der Bühne sitzen zwei Männer, die zusammen auf mehr Umzüge kommen als manche Spedition. Miloš Jeřábek, Executive Producer bei Tencent, hat quer über Länder und Studios gearbeitet. Lukáš Codr verantwortet bei Virtuos die Qualitätssicherung. Der Programmtext verspricht ein ehrliches Gespräch über internationale Relocation, roh, komisch, praktisch, ausdrücklich keine Konzernantworten. [1]
Genau das liefern die beiden. Ihre Stationen klingen wie ein Flugplan: Irland, Malaysia, Finnland, Minsk, Tschechien, Polen. Einer von ihnen erzählt die Anekdote, die den ganzen Ton trifft. Bei einem neuen Job im Ausland habe man ihm angeboten, ihn am Flughafen abzuholen, damit er den Weg ins Büro finde. Seine Reaktion: Wenn ich es nicht einmal schaffe, allein vom Flughafen ins Büro zu kommen, sollte ich vielleicht gar nicht erst in dieses Land übersiedeln. Er hat den Weg dann selbst gesucht, vor Google Maps und Übersetzungs-App, mit Mühe, aber er kam an.
Dieselbe Haltung in einer anderen Szene. Bei einem Jobangebot im Ausland habe man ihn gefragt, wann er da sein könne. Seine Antwort war kein Zögern, sondern eine Rechnung. Ein Visum für China dauert sieben Tage, der Flug einen Tag, also in acht Tagen. Wer so antwortet, hat die Frage, ob er es kann, längst hinter sich gelassen.
Die Haltung dahinter beschreibt er so: Man solle sich einen Schatten der fremden Kultur auf sich legen, Respekt zeigen und akzeptieren, dass man die Kultur nicht ändert, sondern sich ihr anpasst.
Das ist der Ton: jemand, der das Umziehen liebt und trotzdem nichts beschönigt. Eine ihrer Aussagen blieb mir besonders hängen. Statistisch, sagte einer der beiden, gingen 75 Prozent aller Beziehungen dabei kaputt. Nicht alles aus dem alten Leben lässt sich an den neuen Ort mitnehmen. Ich habe später versucht, diese Zahl zu verifizieren. Was ich stattdessen fand, erzähle ich weiter unten, denn es ist aufschlussreicher als die Zahl selbst.

Der Schwierigkeitsgrad wird zugewiesen.
Wer als Senior mit einer speziellen Fähigkeit zu einer Firma wechselt, sagten die beiden, ziehe im Easy Mode um. Wer am Anfang der Karriere steht, spiele den Hard Mode: in Konkurrenz mit dem lokalen Nachwuchs, und als Junior bekommt man in China nicht einmal ein Visum als wertvolle Arbeitskraft. Was bei ihnen funktioniert hat: ein besonderes Portfolio und ein Netzwerk, das vorher da war.
Easy Mode, Hard Mode. Der Begriff stammt aus dem Gaming-Umfeld, und er passt, weil er aufzeigt, wie unterschiedlich leicht oder schwer es für verschiedene Menschen sein kann, beruflich bedingt umzuziehen. Anders als im Spiel stellt man die Schwierigkeit beim Umziehen allerdings nicht selbst ein. Sie wird zugewiesen, vor dem ersten Schritt, durch Dinge, die mit Mut oder Anpassungsfähigkeit nichts zu tun haben. Der Pass, die Sprache, das Einkommen, die Branche, das Geschlecht und die Frage, ob jemand mitkommt und dort arbeiten darf.
Die beiden auf der Bühne sprechen aus dem Easy Mode, das wissen sie. Vier der Stellschrauben, die darüber entscheiden, lassen sich mit Forschung unterlegen. Bei jeder zeigt sich dasselbe Muster: Die Schwierigkeit liegt selten in der Person. Sie liegt in den Bedingungen.

Erste Stellschraube: der Pass
Einer der beiden brachte es auf eine Formel: Europäische Gesetze machen das Umziehen leichter, und in den meisten Gaming-Jobs in Europa spricht man Englisch. Innerhalb der EU ist Relocation rechtlich der Easy Mode. Freizügigkeit heißt: kein Visum, kein Arbeitgeber, der über den Aufenthalt entscheidet, kein Countdown nach einer Kündigung. Wer von außerhalb kommt, spielt ein anderes Spiel. Der Aufenthalt hängt am Arbeitsvertrag, der Vertrag am Arbeitgeber, und damit hängt am Arbeitgeber sehr viel mehr als das Gehalt. Eine Kündigung ist dann kein Karriereknick, sondern eine Frist.
Die Statistik zeichnet die Trennlinie nach. Nach Eurostat-Daten arbeiten Drittstaatsangehörige in der EU fast doppelt so häufig unterhalb ihrer Qualifikation wie Einheimische, 2023 rund 39 gegenüber 21 Prozent. [2] Der Pass entscheidet nicht nur, ob man kommen darf. Er entscheidet mit, was die eigene Arbeit dort wert ist.
Zweite Stellschraube: der Abschluss
Die OECD hat über Jahre untersucht, was mit Qualifikationen passiert, wenn sie eine Grenze überqueren. Das Ergebnis lässt sich hart zusammenfassen: Sie verlieren an Wert. Messbar. Im OECD-Durchschnitt sind 27 Prozent der hochqualifizierten Zugewanderten mit ausländischem Abschluss nicht erwerbstätig, weitere 26 Prozent arbeiten formal überqualifiziert. Bei Hochqualifizierten mit einem im Inland erworbenen Abschluss liegen dieselben Werte bei 20 und 18 Prozent. [3]
Der bemerkenswerteste Befund: Für die Arbeitsmarktchancen zählt der Ort des Abschlusses mehr als die Herkunft der Person. Nicht, wer du bist, sondern wo dein Zeugnis gedruckt wurde. Anerkennungsverfahren können das korrigieren, sie verbessern Beschäftigungschancen und Einkommen deutlich. Aber die wenigsten durchlaufen sie, die Verfahren sind langsam, fragmentiert, in vielen Berufen unbekannt. [3] Ein System, das einen Korrekturmechanismus hat und ihn kaum jemandem zugänglich macht, hat genau genommen keinen.
Die beiden auf der Bühne kannten das praktische Gegenstück. Der wertvollste Relocation-Service, sagten sie, sei nicht das Umzugsunternehmen, sondern jemand Lokales, der zu allen Behördenterminen mitgeht und beim Papierkram hilft. Und: Man müsse die Sprache lernen, sonst bekomme man die wichtigen Informationen nie. [1]
Dritte Stellschraube: die Person daneben
Einer der beiden, selbst seit Jahren unterwegs, sagte einen Satz, der den Glamour aus dem Expat-Leben nimmt: Ich habe mehr Flugmeilen als mancher Pilot, ich bin 47, geschieden, keine Kinder. Und dann: Viel schwerer ist es für die, die mit dir ziehen. [1]
Die Relocation-Forschung kennt diese Figur seit den Achtzigern, und sie kommt in den Erzählungen vom mutigen Schritt fast nie vor: den mitziehenden Partner, die mitziehende Partnerin. Im Englischen lange trailing spouse genannt, ein Begriff, der das Problem gleich mitliefert. Hinterherziehend, die zweite Stelle.
Eine Untersuchung von 258 Doppelkarriere-Paaren zeigte schon Ende der Neunziger, dass der Stress des Auslandseinsatzes wesentlich über die Situation des Partners läuft. [4] In Übersichtsarbeiten zur Entsendungsforschung gehören bis heute die Karrieresorgen des mitziehenden Partners, sein Widerstand gegen den Umzug und die Belastung der Partnerschaft zu den am häufigsten berichteten Gründen, wenn ein Auslandseinsatz scheitert. [9] Anders gesagt: Ob ein Umzug gelingt, entscheidet oft nicht die Person, die den Job hat, sondern die Person, die für diesen Job alles andere aufgegeben hat. Sie trägt in dieser Hinsicht den Hard Mode, damit jemand anderes im Easy Mode spielen kann. Meist ist diese Person eine Frau. [10]

Vierte Stellschraube: die Zahlen selbst
Zurück zu den 75 Prozent von der Bühne. Ich habe die Zahl nicht verifizieren können, in keiner Studie, die ich fand. Vielleicht ist sie die ehrliche Lebensbilanz eines Mannes, der es oft genug gesehen hat. Als belastbare Statistik existiert sie meines Wissens nicht.
Dabei bin ich auf etwas gestoßen, das die ganze Frage in ein anderes Licht rückt. Die bekannteste Zahl der Expat-Forschung überhaupt, die Behauptung, 25 bis 40 Prozent aller Auslandseinsätze scheiterten, ist nachweislich ein Mythos. Anne-Wil Harzing hat 1995 die Zitierketten des Feldes auseinandergenommen und gezeigt: Die Zahl geht auf drei vielzitierte Artikel zurück, von denen nur einer überhaupt empirische Daten enthielt, und dessen Daten zeigten niedrige Scheiternsquoten. Jahrzehntelang hat ein Forschungsfeld eine Krise beschrieben, die so nie belegt war, weil alle voneinander abschrieben statt nachzusehen. [5]
Das ist mehr als eine Fußnote für Methodenfans. Es heißt: Selbst das Wissen über das Scheitern beim Ankommen steckt fest in seiner eigenen, ungeprüften Erzählung. Und es heißt für jeden Text wie diesen, auch für die 75 Prozent von der Bühne: Die dramatische Zahl ist die, die man zweimal prüfen muss.
Randnotiz zur Branche der beiden
Dass ausgerechnet zwei Spieleentwickler dieses Gespräch führten, ist kein Zufall. Die Branche verlangt internationale Mobilität wie kaum eine andere, und sie hat zugleich die Netze dünner gemacht, die einen misslungenen Umzug auffangen. Wie dünn, zeigte sich zuletzt am 10. Juni: Ubisoft kündigte die Schließung von zwei Studios an, Winnipeg mit rund 65 und Belgrad mit rund 100 Beschäftigten, dazu 51 Entlassungen in Barcelona bei gleichzeitiger Ausrichtung des Standorts auf die Rainbow-Six-Reihe und weitere Einschnitte in San Francisco und im globalen Publishing, insgesamt bis zu 380 Stellen. [8] Es war die sechste Entlassungsrunde des Konzerns allein in diesem Jahr, Teil eines Sparprogramms von rund 500 Millionen Euro. Wer für so ein Studio das Land gewechselt hat, lernt die Stellschrauben von oben in der harten Reihenfolge kennen. Das ist eine Verschärfung des allgemeinen Musters, keine Ausnahme davon.
Der Hard Mode hat keine Richtung
Dass Ankommen davon abhängt, in welcher Schicht eines Systems man ankommt, habe ich am estnischen e-Residency-System beschrieben: außen reibungslos, innen zäh, und die Reibung erwischt einen, ob man umzieht oder nicht. [6] Die beiden auf der Bühne in Brno haben nur über eine Richtung gesprochen, das Weggehen. Dass der Schwierigkeitsgrad nicht einmal an dieser Richtung hängt, ist kein Gedanke von der Bühne. Er kam mir eine Woche vorher, in Tallinn, in einem Gespräch über die Rückkehr.
Mein Gesprächspartner war aus Frankreich zurückgekehrt, wo er lange gelebt und gearbeitet hatte. Jetzt wunderte er sich, wenn ein Bekannter erwähnte, einen gemeinsamen Freund seit Januar nicht gesehen zu haben, obwohl beide nur eine Stadt voneinander entfernt wohnen. Sein Kommentar dazu: So groß ist das Land doch nicht.
Er setzte diesen Bericht in Beziehung zum estnischen Hang, es sich zu Hause gemütlich zu machen, nicht nur in der langen dunklen Jahreszeit, und dazu, dass oberflächliche soziale Kontakte vielen hier wenig bedeuten. Es ist dieselbe estnische Zurückhaltung, die den Zugezogenen das Ankommen schwer macht und Heimkehrende auf einmal befremdet. Was er beschreibt, ist kein Heimweh und kein Fremdeln mit einem neuen Ort. Es ist die Reibung der Rückkehr: Die Heimat hat sich nicht verändert, er schon.
Die Forschung kennt das Phänomen und bestätigt seine kontraintuitive Härte. Die Rückkehr fällt vielen schwerer als der Auszug. Wer geht, rechnet mit Fremdheit und bekommt oft Vorbereitung und Unterstützung. Wer zurückkommt, rechnet mit Vertrautheit und bekommt nichts, denn kaum jemand hält die Rückkehr für einen Übergang. [7] Der Schwierigkeitsgrad hängt also nicht einmal an der Richtung. Er hängt daran, ob irgendjemand, einschließlich man selbst, den Schritt überhaupt als Übergang ernst nimmt.
Was bleibt
Wir erzählen Umzüge als Mutgeschichten, und der Mut ist real. Aber Mut ist ungefähr gleich verteilt. Die Bedingungen sind es nicht. Der Pass, der Abschluss, die Person daneben, die Belastbarkeit der Zahlen, mit denen wir über all das reden: Das sind die Regler, an denen der Schwierigkeitsgrad eingestellt wird, lange bevor jemand den ersten Karton packt.
Einer der beiden auf der Bühne sagte, es gehe immer um den Zweck: Warum will ich überhaupt weg, was suche ich, was gibt mir der jetzige Ort nicht? [1] Eine gute Frage, und eine, die man sich nur leisten kann, wenn der Pass, der Abschluss und das Netzwerk schon stimmen. Wer im Easy Mode angekommen ist, hält das eigene Ankommen leicht für eine Frage der Haltung.
Das ist der stillste Effekt der ganzen Mechanik: Sie macht ihre Gewinner*innen blind für sich selbst. Die Frage ist nicht, wer den Schritt schafft. Die Frage ist, auf welcher Stufe jemand ihn gehen muss und wer diese Stufe eingestellt hat.
Hinweis zur Berichterstattung
Dies ist eine Feldnotiz mit recherchierter Einordnung, kein vollständiger Bericht. Der Aufhänger stammt aus einem öffentlichen Bühnentalk auf der Game Access in Brno (Mai 2026). Der Autor war Zuhörer im Publikum, nicht Interviewer. Die Aussagen der beiden Sprecher sind als Paraphrase aus eigenen Notizen und Erinnerungen wiedergegeben, nicht als wörtliche Zitate. Der Gesprächspartner aus Tallinn wird anonym geführt. Die Forschungsbefunde stammen aus den unten genannten Quellen.
Quellen (bei Bedarf aufklappen)
[1] Bühnentalk: Miloš Jeřábek (Tencent) und Lukáš Codr (Virtuos), „The Good, the Bad, and the Ugly of Moving Abroad“, Game Access, Brno, 29. Mai 2026, Forum-Bühne; sowie Programmtext der Veranstaltung. Der Autor war Zuhörer im Publikum. Die wiedergegebenen Aussagen sind Paraphrasen aus eigenen Notizen und Erinnerungen; es werden keine wörtlichen Zitate beansprucht.
[2] Eurostat, Migrant integration statistics – over-qualification (Datensatz lfsa_eoqgan; Pressemitteilung vom 26. Juli 2024). Geprüfter Befund: 2023 waren erwerbstätige Drittstaatsangehörige in der EU „fast doppelt so häufig“ überqualifiziert wie Einheimische (39,4 % gegenüber 20,8 %); EU-Ausländer*innen lagen bei 31,3 %. Die Kennzahl bezieht sich auf die Staatsangehörigkeit, nicht auf den Ort des Abschlusses (Letzteres siehe [3]).
[3] OECD (2017), Making Integration Work: Assessment and Recognition of Foreign Qualifications. OECD Publishing. Kennzahlen: 27 % nicht erwerbstätig / 26 % überqualifiziert bei ausländischem Abschluss gegenüber 20 % / 18 % bei inländischem Abschluss; Ort des Abschlusses wirkt stärker als Herkunft der Person; geringe Inanspruchnahme der Anerkennungsverfahren.
[4] Harvey, M. (1998), Dual-career couples during international relocation: The trailing spouse. International Journal of Human Resource Management, 9(2), 309-331. Befragung von 258 Doppelkarriere-Paaren.
[5] Harzing, A.-W. (1995), The persistent myth of high expatriate failure rates. International Journal of Human Resource Management, 6(2), 457-474. Ergänzend: Harzing, A.-W. (2002), Are our referencing errors undermining our scholarship and credibility? The case of expatriate failure rates. Journal of Organizational Behavior, 23, 127-148.
[6] Björn Burghard, „Built for Distance“, Waycleft, 4. Juni 2026. waycleft.com/built-for-distance. (Eigene frühere Feldnotiz: Schicht-Modell des Ankommens, estnische digitale vs. physische Zugehörigkeit, estnische Zurückhaltung im sozialen Raum.)
[7] Szkudlarek, B. (2010), Reentry - A review of the literature. International Journal of Intercultural Relations, 34(1), 1-21. Geprüfter Befund: Die Rückkehr ist ein eigenständiger, schlecht begleiteter Übergang; Probleme der Rückkehr treten „largely unexpected“ auf, weil Rückkehrende Vertrautheit erwarten. Dass die Rückkehr mindestens so belastend sein kann wie der Hinweg, ist in der Literatur breit belegt (z.B. auch Harzing 1995: „returning home poses even larger problems than the foreign assignment itself“).
[8] Game Developer, 10./11. Juni 2026: „Ubisoft closing Winnipeg and Belgrade studios and making further layoffs“. gamedeveloper.com. Geprüft und mehrfach bestätigt (u. a. PC Gamer, Engadget, PocketGamer.biz): Schließung der Studios Winnipeg (rund 65 Beschäftigte) und Belgrad (rund 100); 51 Entlassungen in Barcelona bei Ausrichtung des Standorts auf die Rainbow-Six-Reihe; weitere Einschnitte in San Francisco und im globalen Publishing; insgesamt bis zu 380 betroffene Stellen; sechste Entlassungsrunde des Konzerns 2026; Teil eines Sparprogramms von rund 500 Mio. Euro.
[9] Filipič Sterle, M., Fontaine, J. R. J., De Mol, J., & Verhofstadt, L. L. (2018), Expatriate Family Adjustment: An Overview of Empirical Evidence on Challenges and Resources. Frontiers in Psychology, 9, 1207. doi:10.3389/fpsyg.2018.01207. Übersichtsarbeit; referiert u. a. Lazarova et al. (2015), wonach Karrieresorgen des mitziehenden Partners, dessen Widerstand gegen den Umzug und Partnerschaftskrisen zu den am häufigsten berichteten Gründen für das Scheitern von Auslandseinsätzen zählen. (Abzugrenzen von der Höhe der Scheiternsquote, vgl. [5]: Der Mythos betrifft das Ausmaß, nicht die genannten Gründe.)
[10] Bielby, W. T., & Bielby, D. D. (1992), I Will Follow Him: Family Ties, Gender-Role Beliefs, and Reluctance to Relocate for a Better Job. American Journal of Sociology, 97(5), 1241-1267. doi:10.1086/229901. Beleg für den Mechanismus: Mobilität folgt überwiegend der Karriere des Mannes, das Mitziehen wird überwiegend von Frauen getragen. Quantitative Stütze: Branchenübliche Mobilitätserhebungen beziffern den Frauenanteil unter den international Entsandten übereinstimmend auf etwa 20 bis 25 Prozent (u. a. Worldwide Survey of International Assignment Policies and Practices; RES Forum), der mitziehende Partner ist entsprechend überwiegend weiblich.